Brautkleid Änderung

"Die Hoffnung stirbt stets zuletzt."

 

Das ist mein erklärtes Motto der vergangenen, diesjährigen und wohl auch kommenden Hochzeitssaison.

Es wird weiterhin geheiratet! Es wird geplant und geheiratet, oder es wird geplant und verschoben, aber dann wird dennoch geheiratet! Das lässt mich glauben, dass diese Krise Paar zusammen schweißt.

Leider wird sehr gut im Voraus geplant und natürlich geräumig verschoben, so dass ich regulär bis Dezember ausgebucht bin. Natürlich verschiebt die eine oder andere auch wieder ihre Hochzeit, so dass es Lücken geben kann, die die spontane Anfragerin ausfüllen kann, aber garantieren kann ich nichts...

 

 

Hier gibt es Beispiele meiner Brautkleid Änderungen zu sehen.

Die häufigsten Anfragen beziehen sich, natürlich neben dem Kürzen des Rock und dem Korrigieren der generellen Passform, auf die Verschönerung der Ausschnitte. Sei es das Dekolleté, das mehr Spitze benötigt, oder der Rückenausschnitt, der nicht tief oder prächtig genug ist. Es fragen auch immer mehr Bräute, ob aus dem alten Hochzeitskleid der Mutter oder Oma noch etwas zu machen sei.

 

Eure Änderung ist noch nicht dabei? Wunderbar!

 

Ich liebe Herausforderungen.


Blüten und Cappuchino

Eigentlich war das Kleid nur ein wenig zu lang und passte super. Aber der Wunsch nach einem etwas farbigem Rock und wild gestreuten Blüten war groß! Leider hatte ich nicht ausreichend Zeit, Blüten im Netz zu suchen, geschweige denn, diese noch zu fertigen. Also musste Annette sich auf die Suche nach ihrem Blütenmeer machen, derweil ich schon mal den Rock mit einem Cappuchinotüll unterlegt habe. Ihre Hilfe fand sie bei Christina Ruch, der Designerin von Ajou Brautmode aus Hamburg. Christina brachte mir in unfassbar schneller Zeit um die 160 handgefertigter Blüten in unterschiedlichen Größen. Die galt es nun noch nach Gusto auf den Rock zu stecken und abschließend an zu nähen. Hier kommt die Braut!


Im Wandel mit den Umständen der Zeit

So sind Christel und ich im März 2020 gestartet. Mit etwas zu weitem und sehr zu langem Kleid. Aus dem Rest haben wir das schöne Tüllcape (findet ihr bei den Accessoires) gebaut. Dann kam Corona und die Hochzeit musste verschoben werden. Passend zum Termin ein Jahr später musste in dieses Kleid ein Babybauch hineinpassen :). Und wo eh schon alles anders kam als geplant, hat sich Christel ihren Vokuhila-Traum von mir erfüllen lassen!


Glitzer und Halt

Hannah gefiel der hochgeknöpfte Rücken und die hängende Schulterpartie gar nicht. Also habe ich den Rücken bis auf drei Knöpfe geöffnet und Spitzenträger gebaut, die Halt bieten. Unter die oberste Lage Tüll vom Rock habe ich eine weitere Lage aus Glitzertüll eingenäht.


Je schlichter, je schwieriger

Das erste Bild ist vom Originalkleid aus dem Katalog. Eine wenig talentierte Schneiderin hat versucht das Kleid von Größe M auf XS um zu ändern. Wie man auf dem mittlerem Bild sieht, hat das nicht funktioniert. Für diese delikate Umänderung wurde alles mit der Hand genäht. Es hat sich definitiv gelohnt!


mit spitze geschlossen

Der Rock fällt schön und die gefältete Schärpe in der Mitte ist auch fein, wie sie ist. Aber obenrum ist zu wenig los!

So entfernte ich die dünnen Träger und den plissierten Stoff auf der Korsage. Darunter wartete schlichter Satin auf uns. Die feine Webspitze bildet nun ein ganz neues Oberteil, das hinten einen tollen Rücken zaubert.


schöner rücken

Dieses Kleid ist irgendwie sportlich elegant. Doch die einfachen breiten Träger hinten sind doch etwas zu casual.

Ich habe die Schulter kürzen und deshalb einmal die ganze Spitzenkante ablösen müssen. Nach dem der zu hochgerutschte Ausschnitt vorn vertieft wurde, habe ich die Borte wieder aufgesetzt und die Träger hinten separat laufen lassen. Dazwischen liegt nun eine spannende Spitze. 


Schön schön, aber....... doch lieber Fifties-Style!

Beim Kauf irgendwie nur halbherzig überzeugt- alle anderen waren ja so begeistert! Um dann festzustellen, dass die Richtung mit dem schlichtem Satin und der Drappierung schon ganz richtig war, aber alles insgesamt nicht ihren eigenen Stil wieder spiegelt. Der ist nämlich im Boogie, Swing & Rock'n'Roll verwurzelt. Außerdem wollte sie doch einen geschlossenen Rücken mit Pepp, Ärmel und kurzer Rock mit Petticoat!

 Voilà! Die Verwandlung des langen (und weiligen) Klassikers in den unverwechselbaren eigenen Stil von Dorothee.


Spitzenlösung

Saskia ist eine eher kleine Frau und obendrein eine sehr sportliche dazu, was man deutlich am starken Rücken sieht. Der will nun auch ordentlich in Szene gesetzt werden.

Am Ausgangskleid ist das Dekolleté komplett mit hautfarbenem Tüll bedeckt und geht in richtige kleine Ärmel über. Das Dekolleté habe ich geöffnet und den Ausschnitt herzförmiger vertieft. Die Ärmel sind breiten, über die Schultern fließenden Trägern gewichen, die in einen schönen floralen V-Ausschnitt am Rücken über gehen.


richtige Proportionen finden

Ich bin absolute Befürworterin von Second Hand Kleidern! Warum sollen die armen Dinger ihr Dasein auf Dachböden, Kellern und hintersten Schrankecken verbringen, wenn sie eine andere Frau glücklich machen können? Manches Mal ist der Weg zum vollständigen Glück etwas steiniger und es braucht auch eine gute Portion Fantasie, wie es wohl werden könnte.

Diese Braut hatte die Fantasie und ist mit dem gebrauchtem Kleid zu mir gekommen. Nicht nur, dass es für jemanden, der gute 20cm größer ist, gemacht schien, nein, die Änderungsschneiderin davor hatte die Maße, besonders am Rücken, nicht symmetrisch verteilt. Rechts war das Rückenteil 4cm breiter als links.

Die Taille saß mehr zur Hüfte hin und durch das Satinband dort, wirkte alles sehr unproportional an der Braut.

Am Ende saß dann alles an Ort und Stelle! Dann war es plötzlich wirklich ihr Kleid.


Schwarze Spitze für die wacken-braut

Wie das so ist: im Gespräch kommt man auf Möglichkeiten, die vorher noch undenkbar waren! Denn diese Braut im Sissi-Kleid wollte eigentlich lieber ganz in schwarz heiraten, denn das ist ihre Farbe und auch die ihres Mannes. Beide tiefe Wacken-Fans. Nun stand sie plötzlich ganz in weiß vor dem Spiegel.

Wir haben beratschlagt, was wohl im Nicht-Fan-Block noch als ziemliche Braut durch gehen würde und haben uns für diese barocke, französische Spitze entschieden, die hoch elegant und reicht bestickt ist.


Weniger eingepackt, weniger spitze

Ein echtes Sissi-Kleid! Nur leider packte es Luisa zu sehr ein. Die zarte Braut verschwand unter der Menge an Spitze! Wir haben gemeinsam entschieden, das Kleid vorn und hinten tiefer aus zu schneiden, und die neu entstandenen Kanten, mit Spitze zu bestreuen.


Korsagenlinie Ändern

An sich war es schon das Traumkleid von Nathalie, doch die Korsage endete erst auf der Hüfte und sah an ihr ganz unproportional aus: viel zu langer Oberkörper und kurze Beine, wer will denn sowas? Ach ja, und ein bisschen zu lang war es auch.....


Mutters Brautkleid wird tochters Brautrock

Das prächtig bestickte, schwere Satinbrautkleid ihrer Mutter, durfte Lisa zu mir bringen, damit sie einen modernen Midi-Lenght Brautrock zur Hochzeit tragen konnte. Das schöne Oberteil habe ich der Mutter, sauber umkettelt, als Erinnerungsstück zurück gegeben.

 Das schöne Hochzeitsbild ist von der Fotografin Johanna Bast gemacht worden.


Aufregenderes Dekolleté, bitte!

Marions Kleid saß bis auf zu lange Träger und etwas zu viel Weite an der Brust schon sehr gut. Aber was sich die Designerin bei der Rückenkreation gedacht hat, ist uns beiden schleierhaft gewesen.... diese Spitzenträger, die keine sind und die Kopfleiste, die ins Nirgendwo läuft....nun ja.

Die Hochzeit sollte eh dort, wo es sehr warm wird, von statten gehen, so dass ein tieferes Rückendekolleté erstrebenswert schien.

Den Umbau seht ihr unten :)


Eine Lage "Blush"

Ein schon etwas länger anhaltender Trend ist der Blush-Ton. Also leicht errötete Kleider. Mal ist das ganze Kleid leicht roséfarben und mal nur eine Lage, die sanft hindurch schillert. Manchmal mag die Braut aber beides haben! In diesem Fall habe ich aus einem leicht apricotfarbenem Mesh-Tüll einen Extrarock zum einknöpfen genäht. So dass nach der Trauung, für die Feier am Abend, das Kleid noch einmal etwas anders aussieht.


Weil's so schön war: noch mal! Aber mehr BOHO Bitte!

Kim kam mit einem sehr schönem Brautkleid mit Glitzerband in der Taille zu mir. In diesem Kleid hatte sie schon fröhlich geheiratet.

Nun sollte in wärmeren Gefilden noch einmal geheiratet werden Das ganz andere Ambiente mit dem lässigem Strand, verlangte nach einem hippieskeren Touch.

Das haben wir mit einer tollen Spitzenborte für die V-Ausschnitte, dem Überziehen des gesamten Oberteils mit Spitze, dem Entfernen des Glitzerbands und Hinzufügen einer luftigen Schleppe erreicht!


Hölzerne Hochzeit

Zur Hölzernen Hochzeit, also dem 10jährgem Jubiläum, wollte Insa ihren Mann überraschen! Und zwar, in dem sie auf der Sommerparty plötzlich in dem Brautkleid auftaucht, in dem sie ihn vor 10 Jahren geheiratet hat. Ambitioniert, wenn man das Leben und zwei Kinder auf der Uhr hat!

Vom Zweiteiler passte der Rock fast richtig. Da haben wir minimal Luft in die Taille gesetzt. Nur die Rückenbreite hatte sich verändert, so dass der Reißverschluss über den Schulterblättern nicht mehr zu ging.

Hier haben wir mit einem Schlüssellochausschnitt Abhilfe geschaffen. So konnte Insas Mann ordentlich staunen!

 

"Sabine, die Überraschung zum 10. Hochzeitstag war ein voller Erfolg, nicht nur für meinen Mann, sondern für alle Partygäste. Denn ich habe es geschafft, 1 Jahr lang meinen Mund zu halten, mich nur ganz still und heimlich gefreut.
Ich wollte unbedingt noch einmal in Weiß meinem Mann gegenüber stehen, doch kein neues Kleid, was ich in zahlreichen Geschäften anprobiert habe, kam an meinen "alten Traum" in Weiß ran. Und so ging ich auf die Suche, um glücklicherweise bei dir zu landen :-)
Es lief alles perfekt: von unserem ersten Treffen am 12.09.2018 bis zur Übergabe im Juni 2019.
Wir haben viel Spaß gehabt und es geschafft, das Kleid dem Lauf der Zeit einfach angepasst. Wie schon vor 10 Jahren: Es hätte nicht besser sein können!
Vielen vielen Dank!"


80er Jahre  Mutters Brautkleid

Wie schön, dass die Hochzeitsmode der Mütter ein wenig den aktuellen Trends der Töchter entspricht und diese Kleider nun wieder aus dem Schrank heraus dürfen!

Hier gibt es den schönen Country und Western Stil: Stehkrägelchen, Rüschenpasse und Rüsche am Rock. Passen tat es recht gut. Etwas zu kurz. Und eben vom Stil her so, wie es nicht bleiben soll.

Ich habe eine vernünftige Korsagenlinie gebaut und mit Spitzenborte einen tiefen Rücken- und Halsausschnitt geschaffen. Die selbe Borte hat nach unten das Kleid verlängert. Die schlimme Rockrüsche habe ich abgetrennt, ausgebügelt und glatt wieder angenäht. Wie schön es geworden ist, sieht man auf den tollen Fotos!

 

"Vielen, vielen Dank noch einmal für deine wirklich wundervolle Arbeit. Ich habe mich die ganze Zeit sehr gut aufgehoben gefühlt und das Ergebnis war perfekt. Auch mit Dank dir war unsere Hochzeit so schön wie sie war, mit einem Teil meiner Mama bei mir.

Vielen Dank!
Liebe Grüße,

Kristin"


Mutters Hochzeitskleid

Caro kam mit dem Brautkleid ihrer verstorbenen Mutter zu mir und war sich nicht recht sicher, ob sie es wirklich wagen sollte, dieses Kleid umändern zu lassen und so den ganzen Hochzeitstag die Anwesenheit und eben auch Abwesenheit ihrer Mutter zu spüren.

Nach reichlichem Überlegen und ausführlicher Besprechung, was alles möglich wäre, kam Caro wieder zu mir und ließ sich auf die Wandlung ein. Was für ein Glück, denn das Ergebnis ist wunderschön geworden! Aus dem 70er Jahre Kosakenkleid ist ein figurnahes, knielanges, kurzärmeliges, mit zarter Spitzenborte besetztes Brautkleid der Dieszeit geworden. Besonders schön ist Caros Idee gewesen, die blauen Velourlederschuhe dazu zu tragen. Mit einem dazu passendem Samtband als Gürtel passte alles perfekt. Und es hat sogar die Hüpfburg heil überstanden!

 

Dies ist der Gästebucheintrag von Caro:

"Liebe Sabine,
das Brautkleid, das du aus dem alten, selbst genähten, puffigen, altmodischen Hochzeitskleid meiner Mutter gezaubert hast ist vielleicht nicht die trendigste Traumrobe aber es ist gemütlich, es passt wie angegossen, kaschiert meine schlechten Seiten und lässt die guten strahlen und es hat Herz und Seele - dank Dir. Ich hätte nie gedacht, dass es so toll wird! Und ich bin tief beglückt dass es Menschen gibt wie dich die nicht nur Profit im Blick haben und auf alles, das das Label „Hochzeit“ trägt, 100% draufschlagen. Menschen wie dich sollte es viel mehr geben.
Liebe Grüße
Caro"

 

Danke!


Komplettes Over-Do (1973/2018)

Ivonne und ich haben fast ein ganzes Jahr miteinander verbracht :) Das Kleid hat ihre Mutter in den 70ern selbst genäht und zur Hochzeit getragen. Nur ist ihre Mutter gute 10cm kleiner als sie....

Hier ist ihr Gästebucheintrag, der es sehr gut erläutert:

" Liebe Sabine,
hach- unsere Hochzeit war der absolute Hammer ! Es hat einfach alles gepasst und das Kleid ist traumhaft schön geworden! Du hast auch einfach fast 1 Jahr lang alles mitgemacht: Kleid größer machen, Ausschnitt vorne/ hinten ändern, Passe einsetzen.... dann wieder enger nähen ;), Rüsche ransetzen, Spitze drannähen, zwischendurch die Seele des Nervenbündels tätscheln- und zum Schluss noch diesen zauberhaften Brautgürtel entwerfen- das war das absolute I- Tüpfelchen! Der Charme dieses Generationenkleides blieb erhalten und rührte viele, vor allem aber meine Mama zu Tränen!
Tausend Dank! Ich hab mich sehr wohlgefühlt- du machst deine Arbeit wirklich großartig!
Lieben Gruß, Ivonne"

Mehr muss ich gar nicht sagen und die Bilder sprechen für sich.


Ausschnitt vertief- und Erweiterung

Die breiten Träger wirkten von vorn viel zu wuchtig und der Rückenausschnitt zu bieder. Also habe ich den gesamten Ausschnitt von innen verschmälert und den Rücken ca. 5 cm vertieft. Dazu noch zarte Spitze an den Rand und ein schmales  Satingürtelchen mit Schleife. Schon sind wir von wuchtig zu luftig gekommen.


Offeneres Dekolleté

Bei eher kleinen Frauen muss die Vordere Länge (Strecke von Taille bis Schulter) verkürzt werden. Dies wird über die Träger getan. Dadurch rutscht aber auch die Ausschnittlinie immer näher an das Kinn heran und lässt der Braut keine Luft mehr. Hier sehen wir ein schönes Beispiel wie sehr man einen Ausschnitt auflockern kann. Da bleibt dann auch Raum für Haut und Kette.


Sehr tiefer Herzausschnitt

Das Kleid ist zu züchtig! Was nun?

Ein sehr tiefer Cut in das Dekolleté, hautfarbener Tüll dazwischen, Push-Up Schalen hinein und noch etwas Spitze zum Auffüllen, voilà! Da haben wir einen offenherzigen Auftritt!


Spitzenoberteil

Modern ist so eine Tea-Lenght ja alle mal, doch trägt man nicht sehr hohe Schuhe dazu, kann es die Braut stauchen. Deshalb musste das Kleid gute 10cm seiner Länge lassen. Die Spitzenborte wurde natürlich wieder angesetzt. Als zu schlicht am Oberteil haben wir das Kleid befunden. So haben wir eine Borte, die zur Saumborte gut passt, gewählt und ein Spitzenoberteil mit Cupsleeves aufgebaut. Plötzlich hat es eine äußerst charmante Rückenansicht bekommen. Der Gürtel ist, statt mit einfachem Knoten, nun fest mit dem Kleid vernäht.


Aus Lang mach kurz

Die eigentliche Tat ist nicht so schwierig, die Entscheidung dazu um so mehr. Doch das Ergebnis spricht für sich: der durch den Umfallkragen eingeleitete Sixties Charme wird durch die Knielänge unterstrichen. Jetzt hat es mehr Pep! Und zudem kann die Braut auch, nach etwas ausgelassenen Seitennähten, in dem Kleid atmen.....


Spitzenschleppe und Brautgürtel

Mit diesem schlichten Brautkleid aus gewirkter Spitze kam diese Braut zu mir, um zunächst die Korsage etwas weiter zu machen. Dazu sollte der gekaufte, separate Gürtel aus Ripsband in rosè mit dem Kleid verbunden werden. Heraus kam, zu dem danach angenehm passendem Kleid, die schöne Schleife, die mit einem Druckknopf zu schließen ist, so wie die Schließung der Reißverschlusslücke mit einem extra Knopf- und natürlich die Ergänzung um eine Schleppe. Davon träumte diese Braut nämlich und hatte schon die Hoffnung aufgegeben, diesen Traum noch erfüllt zu bekommen. Mit akribischer Handarbeit habe ich die (vorher gerade) Spitzenborte in die Rundung gezwungen und in das Muster der Brautkleidspitze eingefügt. Der Aufwand hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt!


Aus 2 mach 1 UmstandsBrautkleid

Ein kurzes Korsagenkleid und ein separates Spitzenoberteil mit Knöpfen zum schließen im Rücken. Sehr schön, doch weil die Schwangerschaft mehr Raum benötigt, sind die Knöpfe hinten zur Taille hin nicht schließbar. Hier seht ihr die Verwandelung eines Zweiteilers in ein fest miteinander vernähtes einteiliges Brautkleid. Damit das Kleid weiterhin flexibel in der Schnürung sein kann, muss das Spitzenoberteil in ein Schlüssellochdekolleté umgenäht werden. Mehr Haut, mehr Flexibilität.


Brautkleid Dekollete mit Spitze

Dieser Ausschnitt war zu tief für die türkische Hochzeit. So habe ich die offensichtliche Lücke mit zwei Lagen Schleiertüll gefüllt und eine farblich und im Muster passende Spitze darauf appliziert. Die Änderung fällt, auf Haut getragen, überhaupt nicht auf.


Luxuriöser Rücken

Die Braut war begeistert von der Spitze und dem Stoff des von ihr gewählten Kleides. Leider war die Passform für ihren Körperbau nicht geeignet. Die schmalen Träger mit dicken Straßsteinen schnitten ein und saßen, wie man auf dem ersten Foto sieht viel zu weit außen. Das lag daran, dass das Kleid für kleine Körbchengrößen gedacht war und nun mit "mehr" nach vorne zog. Ich habe dem Armausschnitt  eine andere, tiefere Form gegeben, so dass die neuen Träger, die es erlauben einen guten BH drunter zu tragen, vernünftig auf den Schultern sitzen können. Der vorher ganz freie Rücken hat einen Tülleinsatz mit Spitzenornamenten bekommen, der in der Mitte mit einer Perlenknopfleiste zu schließen ist. Den Kopfschmuck hat die Braut aus einer, der für das Kleid verwendeten Spitzenapplikationen selbst gefertigt. Alles in Allem kein Vergleich zu vorher, oder?


Brautkleid mit Spitze am Rücken

Für dieses zarte Spitzenbrautkleid wurden hier leider sehr unspektakuläre Ripsbänder als Träger gewählt. Der Einsatz von nur vier einzelnen Spitzenapplikationen zaubert dem Brautkleid einen wirklich schönen Rücken.


Große Größe, aber Klein!

Endlich ein schönes Brautkleid gefunden, dass gefällt und Alles hat, was es haben soll: Drappierung, Spitze und Taillengürtel. Doch ist das Kleid für jemanden mit 10cm mehr Körperlänge gemacht. Natürlich kürze ich die Länge. Die Korsage muss Körper näher sitzen, die Armlöcher etwas weiter und vor allem sitzt der Ausschnitt vorn viel zu hoch und versteckt die Braut. Den Ausschnitt runde ich tiefer aus und zeige mehr Haut. Den Taillengürtel setze ich höher in die Taille und platziere die Spitze neu. Nun hat es wirklich Alles!


Hochzeit Jumpsuit

Spitze und Glitzer und cremefarben sollte es alles sein, doch das Brautkleid sollte nur ihre Frau tragen. Also fiel die Wahl auf einen Brautjumpsuit. Dieser wurde als normaler Jumpsuit eingekauft und von mir vernünftig angepasst. Damit er zu einem Hochzeitsjumpsuit werden konnte, bekam er einen kompletten Spitzenaufbau im Oberteil, mit kleinem Stehkragen und Knöpfchen zum Schließen im Nacken


Taufkleid

Aus dem Hochzeitskleid ihrer Mutter wurde ihr eigenes Taufkleidchen genäht. Leider hatte es die Schneiderin sehr einfach gemacht und war lieblos in der Umsetzung. Nun sollte das alte Taufkleid im neuen Glanz erstrahlen. Mit einem Seidenfutter und Satinpaspeln an allen Säumen ausgestattet, ist es nun mild zu Babys Haut. Die geerbte echte Plauener Spitze aus meinem Fundus konnte endlich standesgemäß zum Einsatz an Ärmeln und Passe gebracht werden. Die roséfarbene gedrehte Satinrose mit cremefarbener Satinschleife ergänzt das gerettete Taufkleid.